Berlin, den 25.02.2022 – Die Verbesserung der Behandlung von Krebspatienten ist ein zentrales Thema für Betroffene, Angehörige, Onkologen und Forscher weltweit. Die grenzüberschreitende, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die Etablierung personalisierter Behandlungsmethoden sind hierfür essenzielle Schritte. Durch die Gründung des mit internationalen Experten besetzten Beirates eröffnet ASC Oncology zusätzliche Perspektiven mit dem Ziel, das Reverse Clinical Engineering® für Krebspatienten in die Regelversorgung zu integrieren.

Das hochkarätig besetzte Gremium setzt sich für die Jahre 2022/2023 aus Vor- und Nachdenkern zusammen, die mit ihrer herausragenden Expertise in verschiedenen relevanten Bereichen strategisch unterstützend tätig werden:

Vorsitzende: Prof. Dr. med Angela Brand (Utrecht, Niederlande)

Die Kinderärztin und Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen ist Professorin an der medizinischen Fakultät der Universität Maastricht, am Maastricht Wirtschafts- und Sozialforschungsinstitut für Innovation und Technologie der Vereinten Nationen sowie an der Fakultät für Lebenswissenschaften an der Universität Manipal in Indien. Ihre mehrjährige berufliche Erfahrung im klinischen, ministeriellen und akademischen Bereich im In- und Ausland bringt sie derzeit als Direktorin und Beiratsmitglied in diversen internationalen Gremien ein, wie etwa der Digital Health Society, dem global Health Foresight der Weltgesundheitsorganisation sowie des internationalen Konsortiums zur personalisierten Medizin.

Dr. med. Dr. rer. nat. Saskia Biskup (Tübingen, Deutschland)

Als Fachärztin für Humangenetik führt sie in Tübingen eine Praxis für Humangenetik und ist die Mitgründerin der CeGaT GmbH. Sie forscht an genetischen Erkrankungen und deren Diagnostik, einer ihrer weiteren Schwerpunkte ist die Anwendung neuer Methoden im klinischen Alltag.

Prof. Tony Ng (London, Vereinigtes Königreich)

Tony Ng ist Leiter der Fakultät für Krebs und Pharmazeutische Wissenschaften sowie Richard Dimbleby Professor für Krebsforschung am King’s College London. Darüber hinaus ist er Professor für molekulare Onkologie am University College London Cancer Institute. Seine Expertise als Wissenschaftler umfasst u.a. die Fachbereiche Medizin, Immunologie, Krebszellbiologie, Biochemie, optische Bildgebung und Zellbiophysik.

Bettina Ryll, MD, PhD (Uppsala, Schweden)

Dr. Ryll ist Ärztin und promovierte Wissenschaftlerin der Biomedizin. Sie ist Gründerin des Melanoma Patient Network Europe und war zwischen 2015 und 2018 Vorsitzende der ESMO Patient Advocacy Working Group – das erste Mal, dass diese Position von einer Nicht-Onkologin besetzt wurde. Seit Oktober 2019 ist sie Mitglied des Cancer Mission Board der Europäischen Kommission. Als Patientenfürsprecherin hat sie ein besonderes Interesse an evidenzbasierter Patientenfürsprache und der aktiven Beteiligung von Patienten an aktueller Forschung.

Till Willebrand, M.Sc. (Berlin, Deutschland)

Till Willebrand ist als Senior-Unternehmenskundenbetreuer Gesundheitswirtschaft bei der Berliner Sparkasse tätig. In dieser Funktion unterstützt er Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie Medizintechnik- und Pharmaunternehmen mit Finanzierungslösungen. Er bereichert als Finanzexperte den Beirat und ASC Oncology in wirtschaftsstrategischen Fragen.

Gemeinsam mit allen Mitgliedern des neu konstituierten Beirates arbeitet ASC Oncology daran, die personalisierte Behandlung von Patienten als neuen Standard in der Krebstherapie zu etablieren. Die herkömmliche Leitlinientherapie, nach der Krebspatienten behandelt werden, zeigt in lediglich 30 bis 80 Prozent der sogenannten Erstlinientherapien Wirkung. Bei der zweiten und dritten Therapierunde nimmt die Erfolgsquote drastisch ab. Das Reverse Clinical Engineering®-Testverfahren von ASC Oncology ist deshalb der konsequente, nächste Schritt der personalisierten Medizin. Onkologen und Betroffene werden von Behandlungsbeginn an mit evidenzbasierten, wissenschaftlichen Daten bei der Wahl der bestmöglichen individuellen Therapie unterstützt.

Berlin, den 10.11.2021 – Weltweit ist Darmkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung, bei jedem zweiten Betroffenen treten im Zuge der Erkrankung Fernmetastasen auf, wovon 30 % dieser Patienten Bauchfellmetastasen entwickeln. Diese Peritonealmetastasen sind aufgrund ihres diffusen und unscharf begrenzten Auftretens sowie der geringen Durchblutung des Bauchfells nur schlechtmedikamentös oder durch Bestrahlung zu behandeln. Die beste Behandlungsoption stellt ein komplexer chirurgischer Eingriff dar, der häufig mit einer Reduzierung der Lebensqualität einhergeht. Die Chance auf Heilung ist bei diesen Patienten gering.

Zukünftig gibt es durch die wissenschaftliche Arbeit der am Artikel “Peritoneal metastasis of colorectal cancer (pmCRC): Identification of predictive molecular signatures by a novel preclinical platform of matching pmCRC PDX/PD3D models” beteiligten fünfzehn Forscher einen neuen Ansatz, um die herausfordernde Behandlung von Peritonealmetastasen zu verbessern und diese individuell an jeden einzelnen Patienten anzupassen. So kann zukünftig für Onkologen und Patienten auch bei Bauchfellmetastasen eine patientenspezifische, individualisierte Behandlungsauswahl ermöglicht werden.

Die beteiligten Wissenschaftler haben sich mit ihren unterschiedlichen Expertisen zusammengetan, um die bisher begrenzten Behandlungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln und Peritonealmetastasenbesser zu erforschen. Gemeinsam haben sie eine Methode entwickelt, um Peritonealmetastasen spezifischer im Hinblick auf deren Genetik, Proteine und Zelltypen zu charakterisieren. Die Wissenschaftler nutzen für Ihre Forschung u.a. das von Dr. Regenbrecht und ASC Oncology entwickelte Reverse Clinical Engineering, um Kopien von Peritonealmetastasen im Labor zu züchten und an diesen Kopien die unterschiedlichen Tests durchzuführen. Durch die hohe Ähnlichkeit der Organoide zu den Originaltumoren der Patienten konnte so geforscht werden, ohne Patienten durch mögliche Nebenwirkungen der Therapie zu belasten.

Molecular Cancer ist eines der zehn wichtigsten wissenschaftlichen Journale der modernen Krebsforschung weltweit (Impactfactor 27,6). Der Fokus liegt auf dem Austausch von Ideen, Konzepten und Erkenntnissen aus allen Bereichen der Krebsforschung und verwandter biomedizinischer Wissenschaften mit Schwerpunkt auf die molekulare Betrachtungsweise. Damit möchte das Journal neue Wege für das Verständnis, die Prävention, die Diagnose und die Behandlung von Krebs eröffnen.

Link zum Artikel in Molecular Cancer:

https://molecular-cancer.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12943-021-01430-7

Berlin, den 13.08.2021 – Mit der Gründung der ASC Oncology Schweiz AG ist für Krebspatienten mit malignen soliden Tumoren und ihre behandelnden Onkologen nun auch in der Schweiz das neues Testverfahren nutzbar. Mithilfe der Reverse Clinical Engineering®-Methode kann bei Indikation zur medikamentösen Krebstherapie am individuellen Tumormodell des Patienten überprüft werden, welche Medikamente voraussichtlich wirken werden und welche nicht.

Krebs gehört zu den Krankheiten, die unberechenbar, bösartig und trotz hoher Forschungsanstrengungen noch nicht besiegt sind. Gleichzeitig versagt bei rund der Hälfte aller Krebspatienten weltweit die verschriebene Chemotherapie. Daher hat ASC Oncology in jahrelanger Forschung eine Methode entwickelt, welche es Onkologen ermöglicht ihren Patienten von Anfang an die optimale Therapie anbieten zu können. Anhand einer während einer Biopsie oder Tumoroperation entnommenen Gewebeprobe des Patiententumors werden „Kopien“ des Tumors, sogenannte Organoide, im Labor gezüchtet. An den Organoiden werden im nächsten Schritt verschiedene Krebsmedikamente getestet, um deren Wirksamkeit zu ermitteln. Das Reverse Clinical Engineering®-Testverfahren findet dabei im Labor und somit außerhalb des Körpers des Patienten statt, somit ohne Nebenwirkungen und noch vor Therapiebeginn. Zeigt das vorgesehene Medikament dann keine Wirkung am Modell, kann ASC Oncology im Anschluss weitere Krebsmedikamente in die Testung mit aufnehmen. So kann zum einen verhindert werden, dass eine wahrscheinlich erfolglose Therapie den Patienten unnötig belastet und zum anderen kann so die Chance auf ein Therapieansprechen deutlich verbessert werden.

Der Tumorforscher Dr. Christian Regenbrecht, Mitentwickler der Reverse Clinical Engineering®-Methode, betont den Nutzen für Patienten und behandelnde Onkologen: „Anhand von Informationen können bessere Entscheidungen getroffen werden. Darum ist es unser Ziel, Patienten darin zu bestärken, lebenswichtige Entscheidungen bestmöglich informiert zu treffen. ASC Oncology versteht sich dabei als Teamplayer, der durch die Anwendung der Reverse Clinical Engineering Diagnostik den Onkologen und Patienten unterstützend zur Seite steht, um gemeinsam einen wichtigen Schritt in Richtung personalisierter Medizin zu ermöglichen.“

Die klassische Systemtherapie, nach der heute Krebspatienten behandelt werden, ist nicht immer erfolgreich: etwa 50 % der sogenannten Erstlinientherapien zeigen Wirkung, bei der darauffolgenden zweiten und dritten Therapie ist die Ansprechrate jedoch zunehmend geringer. Die Methode von ASC Oncology ist deshalb ein wichtiger Baustein der Präzisionsmedizin, um durch die individuelle Abstimmung der Therapie auf den Betroffenen von Anfang an die bestmögliche Therapie bieten zu können. Damit können die Lebensqualität von Patienten erhöht und im besten Fall Menschenleben gerettet werden.

Ob eine an Krebs erkrankte Person die richtige und somit eine vielversprechende Therapie erhält, zeigt sich leider meist erst während oder nach der Behandlungsprozedur. Das kann für Patientinnen und Patienten verheerende Folgen haben, da hier wertvolle Zeit verstreicht. Seit kurzem ermöglicht die CELLphenomics GmbH in Zusammenarbeit mit der ASC Oncology GmbH das Testen verschiedener Medikamente anhand von individuellen Tumormodellen. Dafür werden den Erkrankten Tumorzellen entnommen, die in einem Labor zu Miniorganen, also einer Vielzahl von Miniaturausgaben des Tumors gezüchtet werden. Mit diesen sogenannten Organoiden wird dann die Wirksamkeit unterschiedlicher Medikamente getestet und ein Therapieplan entworfen.

Um diese Methode noch zu verfeinern, wird Dr. Katja Uhlig vom Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie, Institutsteil für Bioanalytik und Bioprozesse IZI-BB, ge- meinsam mit Dr. Christian Regenbrecht und Dr. Lena Wedeken von der CELLphenomics GmbH in einem vom BMBF geförderten Verbundprojekt einen Chip für diese Modelle entwickeln, der die natürliche Umgebung im menschlichen Organismus nachahmt und durch eine kontrollierte Umgebung das Testen von Wirkstoffkombinationen erlaubt. Durch den Einsatz von Mini-Sensoren kann im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden der Einfluss der Medikamente in Echtzeit verfolgt werden. Das Ziel ist nicht nur die Op- timierung einer Wirkstoffkombination, sondern auch die Dosis und den Zeitpunkt der Verabreichung individuell anzupassen. Dieses System kann dabei nicht nur bei der Therapiewahl helfen, sondern auch bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe.

Die Kerntechnologie von CELLphenomics (Patienten-abgeleitete 3D Zellkulturmodelle und deren Anwendung für eine zuverlässige Vorhersage über die Wirksamkeit von Chemotherapeutika) wird über CELLphenomics von der pharmazeutischen Industrie genutzt. ASC Oncology hingegen macht diese Neuentwicklung in der Krebsforschung im Sinne der personalisierten Onkologie direkt für Onkologen und Patienten zugänglich. Der Tumorforscher und Mitentwickler des Verfahrens, Dr. Christian Regenbrecht, ist der CEO und führende Wissenschaftler beider Firmen. 

Ein wichtiger Schritt in der Krebsforschung: ASC Oncology patentiert neuen Biomarker zur Vorhersage der Wirksamkeit von MEK-Inhibitoren bei soliden Tumoren und hilft so potentiell tausenden Darmkrebspatienten weltweit.

Berlin, 19.03.2021 – ASC Oncology nutzt zukünftig dank der Forschungskooperation mit der Partnerfirma CELLphenomics ein neues Patent für einen Biomarker. Aufgrund der Entdeckung des Biomarkers durch das Forscherteam können damit allein in Deutschland bis zu 4000 Darmkrebspatienten vom Einsatz des Patents profitieren.

Inaktivierende Mutationen im SMAD4-Gen erlauben die zuverlässige Vorhersage bei Darmkrebstumoren, ob Wirkstoffe der Klasse der sogenannten MEK- Inhibitoren bei einem Patienten wirken können, oder nicht. Das Forscherteam um Jürgen Loskutov, Ulrike Pfohl und Christian Regenbrecht entdeckte, dass die zum Beispiel bei Hautkrebs zugelassenen Wirkstoffe Trametinib und Cobimetinib bei einem Vorhandensein der Genmutation R361H des SMAD4-Gens zuverlässig wirken.

Die Entdeckung der Mutation als Biomarker für das Therapieansprechen mit MEK-Inhibitoren bringt für Krebspatienten und Onkologen entscheidende Vorteile mit sich: Die Forschungsarbeit von ASC Oncology und CELLphenomics gibt Aufschluss darüber, dass für Hautkrebs bereits zugelassene Medikamente auch für Patienten mit der Genmutation R361H bei anderen Krebserkrankungen u.a. Darmkrebs sinnvoll angewendet werden kann. Diese neuen Erkenntnisse eröffnen zukünftig erweiterte Behandlungsmöglichkeiten sowie Zulassungsprozesse von Krebsmedikamenten und leisten daher einen wichtigen Beitrag für die weltweite Weiterentwicklung von Krebstherapien.

Jedoch nicht nur die Wirksamkeit von MEK-Inhibitoren kann vorhergesagt werden, sondern bei fehlender Mutation auch die Nicht-Wirksamkeit der MEK-Inhibitoren. Somit wird den entsprechenden Patienten eine unwirksame Therapie mit massiven Nebenwirkungen erspart und die Wahrscheinlichkeit auf eine wirksame Therapie erhöht. Denn bei rund der Hälfte aller Krebspatienten weltweit versagt die verschriebene Chemotherapie. Aufgrund der evolutionären Anpassung von Krebstumoren ist es bei Krebserkrankungen also von entscheidender Bedeutung, schon in der Erstlinientherapie eine individuell abgestimmte Behandlung anzuwenden. Durch die Entdeckung des neuen Biomarkers und der damit verbundenen Vorteile kann wertvolle Zeit für die effektive Behandlung gewonnen werden. 

Patientenstory: Was ASC Oncology für Patienten erreichen kann

Berlin, den 22.02.2021 – Krebs gehört zu den Krankheiten, die unberechenbar, bösartig und trotz hoher Forschungsanstrengungen noch nicht besiegt sind. Neben der Ungewissheit, ob eine Therapie wie vorgesehen wirkt, ist der Zeitfaktor ein entscheidendes Kriterium für den Behandlungserfolg. ASC Oncology hat in jahrelanger Forschung ein Verfahren entwickelt, das sowohl Patienten als auch Onkologen vor medikamentösen Krebstherapien Gewissheit verschafft, welche Medikamente wirken werden und welche nicht. Das Berliner BioTech-Unternehmen geht aber noch einen Schritt weiter und unterstützt Patienten und Ärzte beim Dialog mit den Krankenversicherungen und Krankenkassen.

ASC Oncology ermöglicht es Onkologen mit der Reverse Clinical Engineering® Methode, Patienten von Anfang an mit der optimalen Therapie zu versorgen. Bei diesem Verfahren werden im Labor an sogenannten Organoiden, die aus den entarteten Zellen des Tumors des Patienten abgeleitet sind, verschiedene Krebsmedikamente getestet, um deren Wirksamkeit zu ermitteln. Zeigt das vorgesehene Medikament keine Wirkung, kann ASC Oncology weitere zugelassene Krebsmedikamente ermitteln und damit zum einen verhindern, dass eine erfolglose Therapie den Patienten unnötig belastet, zum anderen die Heilungsaussichten deutlich verbessern.

Dr. Christian Regenbrecht, Entwickler der Reverse Clinical Engineering® Methode, betont den Nutzen für Patienten und behandelnde Onkologen: „Das Ziel von Informationen ist es, bessere Entscheidungen zu treffen. Darum ist es unser Ziel, Patienten darin zu bestärken, lebenswichtige Entscheidungen bestmöglich informiert zu treffen. ASC Oncology versteht sich dabei als Teamplayer, der durch das angebotene Testverfahren den Onkologen nicht ersetzt, sondern unterstützt.“

Im Fall einer Patientin aus Leipzig konnte ASC Oncology gleich mehrfach unterstützen. Der äußerst seltene Krebs der Patientin, der bereits einer großen OP mit anschließender Chemotherapie widerstand und zurückkehrte, wurde in Form von Tumor-Organoiden im Labor von ASC untersucht und durchlief eine Reihe von Parallel- und Kombinationstestungen. Es zeigte sich, dass die geplante Chemotherapie nicht wirken wird. Der Patientin wurde mit dieser Erkenntnis eine unwirksame und belastende Therapie erspart.

Daraufhin suchte ASC Oncology nach Medikamenten, die am Tumor Wirkung zeigten. Das ermittelte und nachweisbar wirksame Zytostatikum hatte nur einen Nachteil: es wird zwar in Deutschland und Europa zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt, ist jedoch für den sehr seltenen Tumor der Patientin nicht zugelassen. Der behandelnde Onkologe konnte das Medikament nicht ohne Weiteres verordnen und die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme und damit de facto die Anwendung in einem individuellen Heilversuch zunächst ab. ASC Oncology wurde aktiv und unterstützte die Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch juristisch. Zusätzlich zum regulären Bericht erhielt der Onkologe nun von ASC detaillierte Forschungsergebnisse und Auswertungen zum Tumor seiner Patientin inklusive der Recherche der Fachliteratur, um ihm für seinen Behandlungsvorschlag eine valide und wissenschaftlich einwandfreie Grundlage zu verschaffen. Dies gab für ihn den Ausschlag, sich bei der Krankenkasse argumentativ für die Therapie mit dem alternativen Therapeutikum einzusetzen. Gleichzeitig arbeitete ASC der Patientin juristisch zu, sodass der Widerspruch bei der Krankenkasse aufgrund der eindeutigen Faktenlage Erfolg hatte und der sogenannte Off-Label-Use des neuen Medikaments genehmigt wurde.

Weiteres verordnen und die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme und damit de facto die Anwendung in einem individuellen Heilversuch zunächst ab. ASC Oncology wurde aktiv und unterstützte die Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch juristisch. Zusätzlich zum regulären Bericht erhielt der Onkologe nun von ASC detaillierte Forschungsergebnisse und Auswertungen zum Tumor seiner Patientin inklusive der Recherche der Fachliteratur, um ihm für seinen Behandlungsvorschlag eine valide und wissenschaftlich einwandfreie Grundlage zu verschaffen. Dies gab für ihn den Ausschlag, sich bei der Krankenkasse argumentativ für die Therapie mit dem alternativen Therapeutikum einzusetzen. Gleichzeitig arbeitete ASC der Patientin juristisch zu, sodass der Widerspruch bei der Krankenkasse aufgrund der eindeutigen Faktenlage Erfolg hatte und der sogenannte Off-Label-Use des neuen Medikaments genehmigt wurde.

Quirin Graf Adelmann, Geschäftsführer von ASC Oncology und Jurist, ist überzeugt, dass viele Menschen vom Reverse Clinical Engineering® Verfahren profitieren werden: „Die Vorhersage über die Wirksamkeit bzw. Nicht-Wirksamkeit von Medikamenten und Wirkstoffen wird die individuelle Krebsbehandlung unter Zeitdruck effektiver gestalten und Menschen unwirksame Chemotherapien mit massiven Nebenwirkungen ersparen. Medizinischen Fortschritt verstehen wir aber auch als Verpflichtung. Das Testverfahren wird bisher noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wir unterstützen Patienten deshalb dabei, ihr Recht auf die bestmögliche Behandlung durchzusetzen.“

Die klassische Leitlinientherapie, nach der auch heute noch Krebs behandelt wird, ist nicht immer erfolgreich: nur 30 bis 80 Prozent der sogenannten Erstlinientherapie zeigen Wirkung, bei der zweiten und dritten Therapie nimmt die Erfolgsquote weiter dramatisch ab. Die Methode von ASC Oncology ist deshalb der konsequente Schritt in der personalisierten Medizin, um Betroffenen von Anfang an die bestmögliche Therapie bieten zu können. Damit rettet man im besten Fall Menschenleben und erhöht die Lebensqualität. Gleichzeitig können Kosten und Risiken durch unnötige Therapien reduziert werden, ohne dass ein Patient schlechter behandelt wird, als es heute Standard ist.

Berlin, 21.1.2021 – Bei rund der Hälfte aller Krebspatienten weltweit versagt die verschriebene Chemotherapie. ASC Oncology stellt sich mit dem Reverse Clinical Engineering-Testverfahren dieser Herausforderung der Krebsbehandlung und trifft wissenschaftlich belastbare Aussagen über die Wahrscheinlichkeit der Wirkung sowie Nicht-Wirkung von Krebsmedikamenten am patienteneigenen Tumorgewebe. Außerhalb des Körpers, ohne Tierversuche, ohne Nebenwirkungen und vor Therapiebeginn.

Für mindestens 1000 Patienten jährlich wird es ab dem 1. Februar 2021 möglich sein, Therapieentscheidungen mithilfe von individuellen, an 3D-Organoid-Modellen ihres jeweiligen Tumors durchgeführten, Medikamententestungen zu treffen. Die Grundlage für das Reverse Clinical Engineering-Testverfahren sind 3D-Zellkulturmodelle (PD3D), sogenannte Organoide. Dabei handelt es sich um im Labor mithilfe einer Tumorprobe gezüchtete Abbilder des Ursprungstumors des Patienten. Organoide bestehen aus Zellclustern und behalten die komplexe Architektur des Ursprungstumors bei. An diesen testet ASC Oncology in Absprache mit dem behandelnden Onkologen unterschiedliche Krebsmedikamente und Wirkstoffkombinationen parallel. Erste Ergebnisse können dabei bereits nach zwei Wochen vorliegen. Eine Testung aller infrage kommender Therapieansätze dauert, je nach von der Aggressivität des Tumors abhängigen Wachstumsgeschwindigkeit der Organoide, vier bis sechs Wochen. Auf Grundlage der pathologischen und molekularbiologischen Daten kann ASC Oncology so auf wissenschaftlicher Basis mögliche wirksame Medikamente sowie Resistenzen voraussagen.

Informationen helfen dabei, bessere Entscheidungen zu treffen – darum ist es unser Ziel, Patienten darin zu bestärken lebenswichtige Entscheidungen bestmöglich informiert zu treffen“, erläutert Dr. Christian Regenbrecht, Gründer von ASC Oncology und Entwickler des Reverse Clinical Engineering-Verfahrens. „ASC Oncology versteht sich dabei als Teamplayer, der den Onkologen mit dem angebotenen Testverfahren unterstützt, aber nicht ersetzt.“ Was in einigen Jahren vermutlich Routine in der Krebsbehandlung sein wird, ist durch ASC Oncology bereits 2021 für Betroffene und Onkologen anwendbar: Im Sinne der personalisierten Medizin die Behandlung von Krebs an jeden einzelnen Patienten effektiv und individuell anzupassen. Durch das Reverse Clinical Engineering-Verfahren werden Patienten die massiven Nebenwirkungen einer unnötigen Therapie erspart und wertvolle Zeit für die Behandlung gewonnen.

Um die Komplexität des Angebots zu vereinfachen, wird die Leistung in drei verschiedenen Paketen angeboten. Diese unterscheiden sich in der Anzahl der aufgearbeiteten Tumorgewebestücke, im Umfang der zu testenden Medikamente, in der Wahl einer zusätzlichen Protein-Analyse sowie einer optionalen Konservierung der Tumorzellen. Das Testverfahren wird zum Selbstkostenpreis angeboten und ist zurzeit eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Diese wird nicht von den Krankenkassen übernommen. Durch die Gründung des Cancer Rebels e.V. bietet ASC Oncology Krebserkrankten mit geringen finanziellen Mitteln unter anderem finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für die Nutzung des Testverfahrens an.